Eine Leinwand und viele Stoffreste

Seit einiger Zeit schwirrte mir diese Idee mit Vliesofix zu arbeiten im Kopf herum. Kennt Ihr das, wenn man noch nicht so recht weiß, was daraus wird und sich so langsam Bilder im Kopf festigen. Manchmal kann ich dann die Bilder noch nicht so recht deuten, es fühlt sich dann noch nicht richtig an und es braucht dann noch  Zeit und Ruhe um zu reifen. Ich nenne das dann gern: Auf einer „Idee drauf herumdenken“. Lustiger Ausdruck, ich weiß! Aber es trifft die Sache auf den Punkt!
Und irgendwann fängt man einfach an.

Keisschablonen von Clover

Eine Kundin kam vor einiger Zeit zu mir in den Laden, schwer bepackt. Sie hatte Leinwände gekauft. Darüber kamen wir ins Gespräch. Sie hatte sich die Leinwände besorgt um mit Farben, genauer gesagt Acryl-Farben, kreativ zu werden. Sie erzählte von ihrem Plan verschieden Spachtel- und Mal-Techniken zu probieren und somit ihr eingeschlafenes Hobby wieder aufleben zu lassen.
Das brachte ich dann einige Tage später auf die Idee… Wieder das „Darauf Herum Denken“…
Von Clover gibt es Kreisschablonen, die einem das Nähen von Patchworkblöcken erleichtern. Natürlich können sie noch mehr. Diese Praktischen Dinger hatte ich schon des öfteren in der Hand und wollte sie unbedingt ausprobieren. Eine Packung enthält sieben Schablonen aus biegsamen Material. Winkel und Durchmesser in Zentimeter sind aufgedruckt.

 

Für meine Zwecke habe ich diese Kreise aus Plastik einfach als Schablonen benutzt. Wofür? Natürlich für Kreise, ist doch klar!

Aufgezeichnet auf der Papierseite vom Vliesofix, ausgeschnitten und ….
…mit den rauen Seite des Vliesofix von Freudenberg auf den Stoff aufgebügelt und dann den Stoffkreis wieder ausgeschnitten.

Das Ausschneiden ist echte Fleißarbeit, aber kann auch sehr entspannend sein. Man kann doch gut Abschalten. Hier ist ein Filmchen, was wunderbar zeigt, wie man mit diesem Zauberzeug umgeht.

Mein Hintergrundstoff ist hier altes Leinen. Die grobe Struktur mag ich einfach sehr. Vor einigen Jahren bekam ich ein ganzes Bündel davon geschenkt. Bei einer Haushaltsauflösung würde das Leinen in einer Truhe gefunden und keine wusste etwas damit anzufangen! Ich hab mich sehr gefreut, als es in meine Hände gelangte. Denn ich konnte etwas damit anfangen!

Applizieren mit Vliesofix und nicht so streng sein

Die ausgeschnittenen Kreise werden nun auf den Hintergrund arrangiert. Tausende Möglichkeiten gibt es, für eine entscheidet man sich dann. Das Papier wird auf der Rückseite der Kreise abgezogen und die Klebeschicht ist nun auf den Stoff, somit können der Stoff nun durch das Bügeln fixiert werden.
Letztendlich wird alles aufgenäht, vielmehr appliziert. Ich habe mich für die moderne Variante entschieden. Mit einem dickeren schwarzen Garn habe ich um den Kreis mehre Runden gedreht, ohne dabei zu streng zu sein. Ganz locker und nicht auf gerade nähen zu achten, habe ich alle bunten Kreise appliziert.

 

Mein fertigen Kreise auf dem alten Leinen habe ich auf eine Leinwand aufgespannt und dabei den Stoff mit Reißnägeln befestigt. Ich wollte mir die Möglichkeit bewahren, es ganz leicht wieder vom Rahmen abnehmen zu können!

Fertiges Bild Kreise applizieren mit Vliesofix

Mir gefällt es. Meine Kreise sehen aus wie Seifenblasen, die nach oben Aufsteigen. Mein neues Bild wird nun mein Schaufenster schmücken. Hübsch, nicht?
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3 Kommentare

  1. So ein schönes buntes Punktebild mit Stoff gemalt. Ich erlaube mir heute mal zu verlinken und zu zeigen, was ich aus dem Stoffkauf vom Montag gemacht habe! Liebe Grüße aus dem anderen Teil der Stadt von Michaela

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