Miller-Girls-Quilt lernt schwiizerdütsch

Letztens hatte ich ja von diesem Workshop im Handquilten nach Amish-Art bei Esther Miller berichtet.

Im Kurs hatten wir acht teilnehmende Damen ja schon angefangen zu quilten. 
Das Top hat etwa eine Größe von 1,50 x 2,00 m, es liegt also eine Menge Arbeit vor uns. Elsbeth, die in der Schweiz lebt, hat den Quilt nun zu sich geholt und macht nun allein weiter. 
Wie wir anderen sieben das wieder gut machen können, wissen wir bisher noch nicht.

Wir planen im April 2015 uns auch mit Esther alle in der Schweiz bei Elsbeth zu treffen und an unserem Quilt zu arbeiten. Legt Elsbeth allerdings ein rasantes Tempo beim quilten hin, gucken wir anderen in die Röhre!

Was aber toll ist: 
Je schneller der Quilt fertig ist, umso rascher kann er für einen
guten Zweck versteigert werden!

Der Quilt ist aufgespannt m Rahmen. Auf der rechten Seite ist er aufgerollt, an der linken Seite wir nun mit dem Quilten begonnen.

Auf diesen beiden Bildern kann man gut sehen, dass das ganze Werk von uns durchgeheftet wurde, damit hier dei drei Lagen nicht verrutschen können, denn der Quilt hat eine längere Reise von Berlin in die Schweiz hinter sich.
Alle Muster wurden von uns aufgezeichnet und werden nun entlang der Linien gequiltet.
Das hört sich natürlich nach unendlich viel zu tun an, kann aber auch sehr meditativ und beruhigend sein.
Die Amish-Frauen sitzen bei einem solchen Projekt alle um den aufgespannten und ausgebreiteten Quilt herum und arbeiten gemeinsam an so einem Projekt, was sehr gesellig ist.

Carmen aus unserer Truppe hatte die glohrreiche Idee uns alle Miller-Girls zu nennen.

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Workshop bei Esther Miller

Mehr als ein halbes Jahr habe ich mich auf diese vier Tage in Töpchin südlich von Berlin gefreut. Töpchin kennt keine Sau, ich vorher auch nicht. Ein verschlafener Ort nahe des Motzener Sees umgeben von Kiefernwäldern.
Hier ist das Refugium von Esther, sie ist in den USA in einer Amish-Gemeinde aufgewachsen, aber lebt nun schon einige Jahrzehnte in Deutschland.
Das ist sie! Esther Miller.
Unsere Fotografin Carmen sagt, diese schöne Frau strahle von innen.
Acht Teilnehmerinnen waren wir. Von weit her kamen die Damen, ich aus Bergisch Gladbach, selbst aus der Schweiz und aus England kamen sie eingeflogen!
Tja , wir waren alles sehr gespannt, was uns erwarten würde. Wir alle waren schon einmal hier, denn für diesen Kurs war die Vorraussetzung Teil 1 „Handquilten“. Dieses Top wurde uns nun präsentiert. Genäht von einer Fremden, sollten wir nun ein Muster entwerfen und auf den Stoff übertragen. Acht Personen, acht Meinungen! Aber wir waren uns schnell einig und kamen zu einem Ergebnis. Offensichtlich lagen wir alle auf einer Wellenlinie und hatten uns hier in Töpchin gefunden.

Esther hat diesen Quilts ‚GONE WITH THE WIND‘ genannt. Wir entwarfen also Wellenlinien die wir mit den Flying Geest (Fliegende Gänse) in Verbindung brachten, ausserdem Luftwirbel und Strömungslinien.
Auch die Windmühlen haben wir integriert.

Das sind die Luftverwirbelungen die später auf unser Top übertragen wurden. Freihandzeichnen mit Hilfe von Karopapier.
Das ist unser Entwurf für den Rand. Den haben wir erstmal aufgesteckt an die Designwand um zu sehen, wie er wirkt. Wir haben den Entwurf für gut befunden.
Ein Propeller soll Schwerpunkt unseres Quilts werden. Hier sieht man auch, dass wir auch mit Hilfe von selbst gemachten Schablonen das Muster übertragen haben.
Mit Hilfe einer Lichtbox haben wir die Muster auf den Stoff übertragen. Eine segensreiche Erfindung!
Bei Esthers Sohn Angelo kann man sie im A3 Format bestellen.

Die Wellenlinien für die Fliegenden Gänse kann man hier super sehen. Diese Wellen waren zu Hauf zu übertragen, es war als wollte es kein Ende nehmen.
Drei Tage waren wir beschäftigt um das Quillt-Muster zu entwerfen und zu übertragen, am letzten Tag kamen wir nun endlich zum Quilten.
Jeder von uns hatte seine Schätze mitgebracht, den Fingerhut von Roxanne und den Nadelgleiter, den Ted Storm entwickelt hat. Beide sollten gut passen. Bei Esther kann man verschiedene Größen probieren. Den Fingerhut gibt es in Edelstahl, Sterlingsilber oder sogar vergoldet. Der Nadelgleiter ist aus Porzellan, man sichert ihn besser mit einer Kordel am Handgelenk.
Wie es bei den Amish Brauch ist haben wir alle um einen Großen Rahmen gesessen und gemeinsam jeder an seinem Platz gequiltet. Auf diesen Tag haben wir uns alle gefreut, denn es ist gesellig so zusammen zu sitzen.
Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis der Quilt fertig ist. Wir wollen uns in der Schweiz treffen und weiter daran arbeiten. Im Moment ist unser Quilt auf Reisen in die Schweiz und wird dort weiter verschönert von Elsbeth.
Wenn unser Schmuckstück fertig ist, wir er für einen guten Zweck versteigert!
Auf keinen Fall darf ich vergessen zu erwähnen, dass wir ständig etwas zu essen bekamen. Für uns wurde gekocht und gebacken. Die Kalorien haben wir, so hoffen wir alle, wieder verbrannt beim zeichnen und quilten.
Danke für die schönen Tage Esther!

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