PQW – Pias Quiltwerkstatt

Im Februar hatte ich von dem fünftägigen Kurs in Homburg bei der Textilkünstlerin Pia Welsch im Saarland berichtet.

Kunst-Quilts sollten entworfen werden zum Thema: Die Welt von oben

Ich hatte mich bei der Themensuche überhaupt nicht unter Druck gesetzt. Der Kurs rückte näher und die passende Idee kam auch. Von Landschaftsaufnahmen gesehen von oben hatte ich schnell Abstand genommen. Das war auch gut so, denn 90 % aller Teilnehmer hatten Landschaften gewählt!

Eine Fußmatte von oben gesehen sollte es sein. Dabei sah ich eine Familie (keinesfalls meine eingene), die Schuhe bunt auf der Matte aufgereiht, die Zeitung vom Postboten vor die Tür gelegt.
Die Faber-Castel-Buntstifte flogen übers Papier und brachten meine Vorstellung im Kopf in die richtigen Formen.

Einige Wochen vorher kam eine e-mail mit der Materialliste. Die Stoffauswahl fiel mir recht leicht, denn ich hatte ja Bilder von meines fertigen Quilts vor Augen und meine Skizze schon zu Papier gebracht.

Das Nähen im Kurs selber ging flott von der Hand, manchmal zwar mit Entnähen, aber das kam Gott sei Dank nicht gar so häufig vor.

Mein Quilt ist nun fertig. Es fehlt nur noch eine KlitzekleineKleinigkeit. Ich hatte die Vorstellung die Ösen der Herrenschuhe von einem Schuster stanzen zu lassen und dort richtige Schnürsenkel
einzufädeln. So ganz bin ich noch nicht überzeugt. Darüber muss ich wohl noch einige Nächte schlafen.

Detailansicht Fußmatte
Sticken mit der Hand

 

Detailansicht Fußmatte Kurs Pia Welsch

 

Detailansicht Herrschuhe Kurs Pia Welsch

 

Schmutz auf der Fußmatte
Gestickter Schmutz auf der Fußmatte

 

Herrenschuh
Wie werden später die Ösen aussehen?

 

Damenschuh
Der Damenschuh

 

Die Zeitung mal von ganz nah.
Knötchenstiche
Knötchenstiche
Der fertige Quilt

Ich freue mich, dass mein Quilt nun fertig ist, na ja fast, eine Lösung für die Ösen soll noch her.

Verlinkt zu Freutag 
und zu aylin – Nylia

 

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PQW – Pias-Quilt-Werkstatt

Pia Welsch von PQW – Pias Quiltwerkstatt ist mir seit einigen Jahren ein Begriff. Ich kenne sie aus dem Bernina-Blog, den ich seit seinen Anfängen verfolge.

Dort hat sie viele Beiträge vor allem übers Quilten und Maschinen-Sticken verfasst.
Viele ihrer Quilts wurden schon international ausgestellt.

Einen Tageskurs bei Pia zum Thema Verschnitt-Technik hatte ich schon einmal besucht im letzten Jahr bei der Nadelwelt in Karlsruhe. Nun hatte ich mich entschlossen einen Kurs mit zumachen, der über fünf Tage gehen sollte. Kurz vor Beginn des Kurses machte ich mir dann ernsthaft Gedanken und bekam Muffensausen, ob das nicht alles ein bisschen viel sei, die Arbeit im eigenen Laden, die ja nach Ladenschluss noch weiter geht und dann der Kurs. Ich wollte schon alles hin schmeißen und den Kurs wieder absagen.

Letztendlich habe ich doch mit gemacht und es keinesfalls bereut.
Es ist ja wichtig, sich auch mal etwas zu gönnen und sich selber weiter zu entwickeln.

Es trafen sich über fünfzig Frauen in der Jugendherberge in Homburg/Saarland. Die Zimmer einfach aber blitzeblank-sauber und zweckmäßig. In der Jugendherberge gibt es Tagesräume, in denen vier Arbeitsräume eingerichtet wurden. Vor allem war es schön, die Ideen und Gedanken der anderen Mitstreiter zu betrachten, wenn man selber mal Pause von der eigenen Nähmaschine brauchte!

Also von Entspannung in diesen Tagen kann keine Rede sein. Kreativität war angesagt und Entwerfen und schließlich nähen. Ein paar Kaffeepausen und kleine Spaziergänge haben mich ab und an etwas abgelenkt.

Die ersten beiden Tage wurde Muster angefertigt. Diese Nähproben sollen später in einem Musterbuch Platz finden. Wir haben verschiedene Verschnitt-Techniken ausprobiert und glaube nicht, dass hier ein Lineal zum Einsatz kam…nein freies Schneiden war angesagt!!!
Da ich hier aber schon Erfahrungen gesammelt habe, viel mir das nicht so schwer.

Außerdem haben wir fleißig verschiedene Bänder und Fäden aufgenäht, um zu sehen, was man damit für Effekte erzielen kann. Damit könnte man auf einem Landschaftsquilt Flussläufe oder Wege und Strassen gestalten.

Es wurden Stoffe gecrasht um damit evtl. Wälder und Bäume von oben zu gestalten.

Und schließlich haben wir auch gestickt, mit einigen Stickstichen kann man ja auch tolle Akzente auf einem Bild, Stoff oder Quilt erzielen.

Am Tag drei ging es dann an den eigentlichen Entwurf. Meiner war schon fertig, ich hatte schon zu Hause fleißig gezeichnet und gemalt. Pia schrieb in ihrer letzten Einladung, dass sie sich wünsche, dass nicht jeder Landschaften gestalte. Ich hatte diese terassenförmigen Teefelder auf Bali vor Augen, alles in verschiedene Grüntönen gearbeitet.
Ich nahm Pias Wunsch zum Anlass umzudenken. Lang hat es nicht gedauert und ich hatte eine neue Idee im Kopf.
Eine weißer Papierbogen in A3-Format wurde zu meinem Entwurf für eine Fußmatte natürlich von oben gesehen.

Ich kann Euch sagen es lag eine enorme Energie in der Luft. Alles werkelten fleißig an ihren Quilts.
Morgens nach dem Frühstück ratterten die Nähmaschinen, bei einigen sogar bis spät in die Nacht.
Das war der Zwischenstand von meinem Quilt am Freitag am Abend!

Hier bin ich schon um einiges weiter gekommen.

Ein Großteil ist geschafft, trotzdem werden hier noch einige Stunden an der Nähmaschine fällig und dazu noch Arbeit mit der Hand.

Von drei anderen Arbeiten war ich  schwer begeistert. Alle drei zeigen auch, so wie mein Quilt, keine Landschaften. Eine Teilnehmerin aus der Schweiz hat eine Baumrinde nach gearbeitet. Dieser besondere Baum steht im Botanischen Garten in Singapur, so hat sie immer eine schöne Erinnerung an diese tolle Stadt.
Eine Mitstreiterin hat den Stadtplan von London (ihre Lieblingsstadt) gestaltet, quasi ein Stadtplan aus Stoff, sehr praktisch, wenn er schmutzig wird, kann man ihn waschen…*grins*
Und wunderschön für mich, war die Draufsicht auf die Antarktis. Das war für mich die ausgefallenste Idee!

 

Weil das Werk ganz allein für mich ist, verlinke ich heute zum ersten Mal bei RUMS. 

Und ein Link zu Allie & Me.

 

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ein Quilt in türkis

Im Mai hat in Karlsruhe die „Nadelwelt“ statt gefunden. Ich bin hingefahren, viel Spannendes zu sehen gab es für mich nicht. Das liegt sicher daran, dass ich sehr verwöhnt bin und durch viele Messen, Ausstellungen und Schulungen schon allerhand gesehen habe.
Aber mein Aufenthalt in Karlsruhe war nicht umsonst, denn ich habe einen Tageskus bei der Textilkünstlerin Pia Welsch mitgemacht.
Sie ist gestaltet oft Quilts mit Verschnitttechnik und quiltet und bestickt sehr aufwändig mit der Maschine.
Auf ihrer Internetseite kann man sich ein Bild von ihrer Arbeit machen. Ihre Arbeiten, so sagt sie selber, hängen an der Wand und werden nicht für´s Sofa benutzt. Kein Wunder, sie macht ja auch richtige Kunstwerke und die werden sogar weltweit ausgestellt.
Quilts an der Wand ist nicht mein Fall. Ich möchte sie benutzen und gebrauchen.
Und freue mich, wenn Menschen, denen ich damit eine Freude mache, das Gleiche tun.
Ich habe nur Unistoffe verwendet, ein helles und ein dunkleres Türkis. Die schmalen weißen Streifen kamen dann später hinzu.
Zuerst wurden Quadrate geschnitten 30 x 30 cm und zwar von den beiden Farben gleich viel, sechs von jeder Farbe.
Ich habe mir eine Schablone zugeschnitten, die gleiche Größe, wie die Quadrate in Türkis.
Die habe ich zerschnitten, in vier verschieden große Rechtecke. Mit Hilfe der Schablone konnte ich dann die Stoff-Rechtecke  exakt zuschneiden.
Da mir beide Farben zu wenig waren, kamen dann die weißen Akzente dazu. Die hab ich ganz nach Gefühl und meinem Gefallen plaziert.

Nun hat das Top einige Monate im Dukeln in einer Kiste verbracht, weil mir keine passende Idee kam, wie ich denn und ob überhaupt, das Ganze quilten sollte.
Na ja, wie das so ist, man hat eben plötzlich eine Eingebung und holt das Angefangene hervor. Ich mache das jedenfalls so und fange direkt an, nur keine Zeit verlieren ist dann meine Devise. Als würde die Idee, die ich gerade so toll fand, sich ganz plötzlich wieder in Luft auflösen.
Gequiltet habe ich mit Verlaufsgarn in verschiehiedenen Blautönen von Aurifil. Hier habe ich schon mal einen Post dazu geschrieben.
Hier ist nun das Ergebnis.

 

 

 

Hier ist noch ein Bild von der Rückseite.
Mein Quilt hat eine fertige Größe von 1,05 x1,05 m, ein ein Kleinkind reicht es allemal. Nimmt man ein paar Quadrate dazu kann es ein großes Teil zum Einkuscheln werden.
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