Workshop bei Esther Miller

Mehr als ein halbes Jahr habe ich mich auf diese vier Tage in Töpchin südlich von Berlin gefreut. Töpchin kannte ich vorher nicht, hatte noch nie davon gehört. Es ist in verschlafener Ort nahe des Motzener Sees umgeben von Kiefernwäldern.
Hier ist das Refugium von Esther, sie ist in den USA in einer Amish-Gemeinde aufgewachsen, aber lebt nun schon einige Jahrzehnte in Deutschland. Sie hat vor mehr als 30 Jahren während ihre freiwilligen Jahres ihre neue Heimat kennen gelernt und ist auch da geblieben.
Das ist sie! Esther Miller.
Unsere Fotografin Carmen sagt, diese schöne Frau strahle von innen.
Ein Amish Quilt

Amish Quilt

Acht Teilnehmerinnen waren wir. Von weit her kamen die Damen, ich aus Bergisch Gladbach, selbst aus der Schweiz und aus England kamen sie eingeflogen!
Tja , wir waren alles sehr gespannt, was uns erwarten würde. Wir alle waren schon einmal hier, denn für diesen Kurs war die Vorraussetzung Teil 1 „Handquilten“. Dieses Top ganz in gedeckten Farben geprägt von den Amish wurde uns nun präsentiert. Genäht von einer Fremden, sollten wir nun ein Muster entwerfen und auf den Stoff übertragen. Acht Personen, acht Meinungen! Aber wir waren uns schnell einig und kamen zu einem Ergebnis. Offensichtlich lagen wir alle auf einer Wellenlinie und hatten uns hier in Töpchin gefunden.

 

Esther hat diesen Quilts ‚GONE WITH THE WIND‘ genannt. Wir entwarfen also Wellenlinien die wir mit

den Flying Geese (Fliegende Gänse) in Verbindung brachten, ausserdem Luftwirbel und Strömungslinien.
Auch die Windmühlen haben wir integriert.

Das sind die Luftverwirbelungen die später auf unser Top übertragen wurden. Das bin ich und zeichne frei Hand mit Hilfe  von Karopapier abstrakte Luftwirbel, die nachher auf das Quilttop übertragen werden.
Das ist unser Entwurf für den Rand. Den haben wir erstmal aufgesteckt an die Designwand um zu sehen, wie er wirkt. Wir alle haben den Entwurf für gut befunden und dann das Muster auf den Stoff übertragen.
Ein Propeller soll Schwerpunkt unseres Quilts werden. Hier sieht man auch, dass wir auch mit Hilfe von selbst gemachten Schablonen das Muster übertragen haben.
Mit Hilfe einer Lichtbox haben wir die Muster auf den Stoff gezeichnet. Eine segensreiche Erfindung!
Bei Esthers Sohn Angelo kann man die Boxem im A3 Format bestellen.

 

Die Wellenlinien für die Fliegenden Gänse kann man hier super sehen. Diese Wellen waren zu Hauf zu übertragen, es war als wollte es kein Ende nehmen. Das war richtige Fleißarbeit.

Geselliges Quilten

Drei Tage waren wir beschäftigt um das Quillt-Muster zu entwerfen und zu übertragen, am letzten Tag kamen wir nun endlich zum Quilten.
Jeder von uns hatte seine Schätze mitgebracht, den Fingerhut von Roxanne und den Nadelgleiter, den Ted Storm entwickelt hat. Beide sollten gut passen. Bei Esther kann man verschiedene Größen probieren. Den Fingerhut gibt es in Edelstahl, Sterlingsilber oder sogar vergoldet. Der Nadelgleiter ist aus Porzellan, man sichert ihn besser mit einer Kordel am Handgelenk.
Wie es bei den Amish Brauch ist haben wir alle um einen Großen Rahmen gesessen und gemeinsam jeder an seinem Platz gequiltet. Auf diesen Tag haben wir uns alle gefreut, denn es ist gesellig so zusammen zu sitzen. Wir freuten uns aufs gemeinsame Schwatzen.
Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis der Quilt fertig ist. Wir wollen uns in der Schweiz treffen und weiter daran arbeiten. Im Moment ist unser Quilt auf Reisen in die Schweiz und wird dort weiter verschönert von Elsbeth.
Wenn unser Schmuckstück fertig ist, wir er für einen guten Zweck versteigert!
Auf keinen Fall darf ich vergessen zu erwähnen, dass wir ständig etwas zu essen bekamen. Für uns wurde gekocht und gebacken. Die Kalorien haben wir, so hoffen wir alle, wieder verbrannt beim zeichnen und quilten.
Danke für die schönen Tage Esther!

 

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